Donnerstag, 21. April 2016

Fashion Revoultion Day - am 24. April Label zeigen

Es gibt im Freundeskreis vom Papatän die lustige Geschichte, wie C. Mitte der 90er Jahre mal seinen Blouson falschrum trug - also auf links - und steif und fest behauptet hat, das sei ein Wendeblouson. Eigentlich behauptet er das auch immer noch, jedesmal, wenn die Geschichte wieder auf den Tisch kommt.

Lieber C., hast du Deinen Blouson noch (wahrscheinlich nicht, der ist doch seeehr 90er gewesen)? Am 24. April wäre Dein großer Auftritt: beim Fashion Revoulition Day

An diesem Tag tragen Menschen weltweit ihre Kleidung auf links gedreht, um zu zeigen: "Wer hat meine Klamotten gemacht?". Mit dieser Aktion soll auf die miesen Produktionsbedingungen in Bangladesh, Kambodscha oder bald auch Äthiopien hingewiesen werden. Dort schuften Näherinnen unter menschenunwürdigen Bedingungen bis zu 16 Stunden am Tag für einen Lohn, der meist nicht zum Leben reicht, damit wir hier in den westlichen Ländern günstig neue Kleidung kaufen können. 




Ich will jetzt gar nicht davon anfangen, wie viele Stücke dieser billigen Neuerwerbungen ungetragen im Schrank hängen, das ist zwar ein Teil des Dilemmas aber geht mir hier jetzt doch zu weit.

Und warum am 24. April? Weil an diesem Tag vor nunmehr 3 Jahren das Rana Plaza Gebäude in Sabhar/ Bangladesch eingestürzt ist und tausende Menschen getötet wurden. Diese Menschen waren zumeist Näherinnen einer Textilfabrik, die in diesem baufälligen Gebäude untergebracht war und die auch für westliche Firmen arbeiteten. Damals hat ein Umdenken begonnen, was leider noch nicht wirklich weit geführt hat.

Deswegen rufe ich Euch dazu auf, am Sonntag mal falschrum rum zu laufen! Dreht Eure Kleidung auf links und vielleicht achtet Ihr mal selbst darauf, wo die Teile hergestellt worden sind. Irgendwie ist das auch grundsätzlich mit der spannenden Frage verbunden, was mit mir passiert, wenn meine Hülle aus Kleidern mal komplett verdreht ist. Ich bin gespannt.



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Dienstag, 19. April 2016

Neues für untendrunter: DIY-Slips aus alten T-Shirts

Am Wochenende war bei uns Holländischer Stoffmarkt. Puh, ich habe genau drei Dinge gekauft, weil mich das Angebot so überfordert hat: 3x 3m Wäschegummi. Ich habe hier nämlich schon eine ganze Weile tolle alte Shirts rumliegen, aus denen ich mir Slips nähen wollte. Und da ich ja gerade Dinge detoxe, werden jetzt alle Dinge, die hier rumliegen verarbeitet oder weggegeben - UND ich kaufe mir nicht einfach Stoffe, weil ich sie ja iiiiirgendwann mal zu iiiiirgendwas verarbeiten könnte.


Schaut mal, was bei meiner Näherei dann heraus gekommen ist:





Schön, oder? Als Schnittmuster habe ich einen meiner alten Slips auseinander geschnitten. Der war eh kaputt, der Schnitt passt aber wie angegossen. Und dann habe ich munter gemixt und mich total über den tollen Trick mit dem Zwickel-zusammennähen gefreut. Das geht ja echt easy und ich freu mich über soviel Farbe im Schrank!





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Mittwoch, 13. April 2016

Zahnpasta: vegan, plastikfrei und selbstgemacht

Seid ungefähr einem Jahr benutze ich selbst gemachte Zahnpasta. heute schreibt mir meine Schwester, dass ich ihr doch mal das Rezept schicken soll. Diesen Post nutze ich also, um nicht nur ihr sondern Euch allen auch die einfachste DIY-Zahnpasta der Welt vor zu stellen:





Kokosnuss-Zahnpasta  



Dienstag, 12. April 2016

Leben mit Büchern - Gedanken zum Dinge-Detox

Lustigerweise zielen viele der ersten Kommentare, die ich zu meinen Berichten über mein Dinge-Detox bekomme, auf Bücher ab. Bücher ließen sich ja super weiter verkaufen oder tauschen oder verschenken oder in öffentlichen Tauschregalen auslegen. 

Bild: freepik.com, Fotograf: Amantri


Jaja, das stimmt schon alles. Aber: Bücher sind das letzte, was ich weggeben möchte. Ich liebe Bücher! Ich liebe lesen. Ich finde es wunderbar, ein Buch in die Hand zu nehmen, auf zu schlagen, der Magie der Worte zu folgen, dabei das Papier zu spüren, das Gewicht des Buchs, was in meinen Händen liegt.

Nein, ich bin der Meinung, minimalistisch leben geht auch mit Büchern. Wenn ich mir meine pinterest-Wand zum Thema Interior angucke, so habe ich (anscheinend unbewusst) viele Bilder mit Bücherwänden ausgesucht. Wenn ich Menschen besuche, sind gut gefüllte Bücherregale oft etwas, was mich spontan anspricht. Und der Minimonsieur mag Bücher auch so gern. Wir lesen ganz viel und ehrlich gesagt ist mir das in einer Welt, die quasi ständig online ist, auch wichtig. Ich genieße es, mich mit ihm zusammen zu kuscheln und vor zu lesen, genieße die Zeit zu zweit, körperliche Nähe und inspirierende Geschichten dazu.

In Büchern erleben wir Welten und erweitern unseren Horizont. Wir sind eingeladen über andere Sichtweisen nach zu denken, zu staunen über fremde Lebensweisen und Kulturen und wir können so viel Neues lernen. 

Nein, nein, nein, Bücher werde ich nicht detoxen - vielleicht mal wieder aussortieren, aber nicht komplett entfernen.


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Montag, 11. April 2016

Dinge-Detox (oder auf gut Deutsch: Entrümpeln, Loslassen, Ent-Dingen)

Ständig lese ich von Detox. Überall gibt es Produkte zu kaufen: Detox-Tee, Detoxmix-Pulver, Säfte, Müsli,... Die Liste ließe sich unendlich erweitern. Dazu Rezepte und Anleitungen, Tips und Detox-Gruppen.

Was genau heißt das denn eigentlich: Detox? 

Wer detoxt, verzichtet bewusst auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, um seinen Körper von Überflüssigem zu befreien und zu mehr Energie und Leichtigkeit zu gelangen.

MOOOOOOOMENT: "von Überflüssigem befreien"? Yeah, das ist ja genau das, was ich tun will. Nur will ich nicht nur meinen Körper befreien sondern mein ganzes Ich, mein Leben, meine Seele. Befreien von all diesen Dingen, die mich vergiften, die mein Leben belasten.

**** Ich mache jetzt Dinge-Detox ****

Und das Gute ist: ich brauche keine Pülverchen zu kaufen und mir keinen Smoothi-Mixer zulegen. Nein, ganz im Gegenteil, Dinge-Detox funktioniert ohne Hilfsmittel  und zwar jeden Tag. Wenn ich einen Gegenstand in die Hand nehme, dann frage ich mich: brauche ich den wirklich? Wie oft benutze ich den? Habe ich noch mehrere Exemplare seiner Art im Haushalt? Und schon entgifte ich mich, verschenke Überflüssiges, verkaufe Guterhaltenes aber Ungenutztes, schmeiße Müll weg.

Detox ist toll. Aber hieß das früher nicht mal: entschlacken? Naja, so ein verdenglischter Name macht natürlich was her. Deswegen gibt es alle Posts zum Thema Ent-Dingen jetzt unter dem Tag Dinge-Detox.





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Samstag, 9. April 2016

Fahrplan zur Entrümpelung - wir ent-dingen unser Leben

Zeug, Zeug, Zeug... so viel Zeug.

Ich will das nicht mehr. Gestern habe ich davon berichtet, dass wir uns entschieden haben, unser Leben zu ent-dingen. Wir wollen unsere Zeit, unsere Gedanken, unser Geld nicht mehr an Dinge binden. 










Dazu haben wir uns überlegt, wie wir vorgehen wollen. 

1.) wir entrümpeln unseren Haushalt. Angefangen im Keller: wir haben zwei Kellerräume, von denen einer eigentlich als "Werkstatt" dienen soll. Inzwischen ist er total voll gestellt. Dieser Raum ist als erstes dran, damit wir darin dann Platz finden, die Dinge, die wir entrümpeln auf zu teilen in:

  • Dinge, die in den Müll kommen
  • Dinge, die verschenkt oder getauscht werden
  • Dinge, die verkauft werden
  • Dinge, die wir (noch) brauchen


Dabei haben wir uns überlegt, dass wir

2.) Dinge, die wir (noch) zu brauchen scheinen, aber nicht täglich benutzen, in eine separate Kiste (oder mehrere?) tun und so lagern, dass wir sofort darauf zu greifen können. Wenn wir nach einem Jahr merken, dass wir diese Dinge tatsächlich nicht im Alltag brauchen, dann kommen auch die weg. Wir besitzen einiges, was wir saisonal nutzen, wie zum Beispiel unsere Ski. Die dürfen erst mal bleiben, auch wenn wir sie nicht täglich nutzen. 

3.) Was auf jeden Fall wegkommt, sind Dinge, die wir eigentlich noch nie benutzt haben, aber aufheben, weil wir sie ja mal nutzen könnten. Einiges darf auch noch mal ein Jahr zur Probe bleiben, wenn es bis dahin nicht verwendet wurde, kommt es auch weg. 

4.) Ganz wichtiger Punkt: wir kaufen uns ein Jahr lang keine neuen Dinge. Ich rede hier nicht von Lebensmitteln oder den Dingen des alltäglichen Bedarfs wie Zahnbürsten. Nein, ich meine Zeug, was sich hier dann ansammelt ohne täglich genutzt zu werden: Bücher (kann ich mir leihen, wenn es um Fachbücher für die Ausbildung geht kann ich immer noch schauen, ob ich sie gebraucht bekomme), Geschirr (hab ich doch alles und zwar in mehrfacher Ausführung), Kissen, Decken, Möbel (alles da und in guter Qualität), Krams wie Vasen, ... ach, eigentlich, wenn ich mich hier so umgucke, dann haben wir schon reduziert und trotzdem ist es mir noch zu viel. Aber dennoch: bei jeder Anschaffung, die außerhalb von Lebensmittel liegt, werden wir uns zusammen setzen und drüber sprechen, ob wir das wirklich brauchen und wenn ja, ob wir es nicht irgendwo gebraucht herbekommen. 

Mit diesen Hintergrundgedanken fällt das Loslegen leicht. Ich bin gespannt, was da auf uns zu kommt!