Montag, 23. November 2015

Häkeln mit T-Shirt-Garn: Resteverwertung

EIGENTLICH nähe ich aus alten T-Shirts ja Beanies - ich liebe diese leichten Mützen, die sogar unter den Fahrradhelm passen. Mein persönlicher Favorit ist dieses Exemplar aus einem völlig verzogenen Shirt mit Kassettenmuster - schön oldschool. 





Manche T-Shirts sind aber so verpillt oder gar mit kleinen Löchlein, dass sie für Mützen nicht mehr taugen. Eigentlich taugen Sie für gar nichts mehr, was mit Nähen zu tun hat. Zum Wegschmeißen sind sie aber immer noch zu schade und deswegen habe ich mich jetzt mal an das Häkeln mit T-Shirt-Garn gewagt. 

Dazu habe ich nach dieser Anleitung einen Endlos-Faden aus einem Shirt hergestellt.

Und jetzt sitze ich hier im Känschterle und häkele so vor mich hin. Dank dicker Nadel und großen Maschen geht das ganz fix.




Was das wird? Ich glaube, ein Sitzpouff oder Meditationskissen? Vielleicht auch ein Teppich? Mal sehen, ich teste erst mal weiter aus.

Freitag, 20. November 2015

Känschterle - warum mach ich das eigentlich?

Nachhaltig leben - das ist etwas, was ich durch den Minimonsieur gelernt habe. Natürlich zeigt er mir nicht, wie das konkret geht, aber ich stelle mir einfach immer häufiger Fragen wie: brauche ich bzw. braucht er das ganze Spielzeug wirklich? Welche Werte möchte ich ihm mitgeben: machen ihn gegenständliche Geschenke wirklich glücklich oder ist es nicht viel eher die Zeit, die ich mit ihm verbringe? Wie soll die Welt aussehen, wenn er groß ist: sollen Müllprobleme, Flüchtlingskrisen und Kriege, Wasserknappheit oder künstlich hergestellte Nahrungsmittel seinen Alltag bestimmen?

Ich habe meine Antwort gefunden und meinen Konsum reduziert - und liebe die freie Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann. Ich freue mich über unsere Gesundheit, die wir mit regionalem und saisonalem Bio-Essen unterstützen. Ich bin begeistert davon, wie viel Kreativität in uns freigesetzt wird, wenn wir uns auch mal langweilen, weil uns nicht der Fernseher oder etwas anderes bespaßt. Ich gebe weniger Geld für Zeug aus...

.. und so kam ich zum Upcycling (ganz nebenbei hat mir der Minimonsieur gezeigt, dass eine halbverrottete Plastikflasche zum Spielen viiiiiel interessanter ist als jedwedes teuer erstandenes "Spiel"-Zeug). 

Worauf ich schlecht verzichten kann, sind Klamotten. Ich tausche inzwischen viel oder nähe um. Und auch der Minimonsieur bekommt fast nur Second-Hand-Sachen, die oft so schön sind, als wären sie neu. Das einzige Problem: Hosen. Dieses Kind kriegt sie alle kaputt! Denn: ich stell mich nicht neben ihn und passe die ganze Zeit auf, dass auf sein sauteures Markenshirt kein Fleck kommt oder das die Hosen eben keine Löcher an den Knien bekommen. Soll er doch spielen, toben, kriechen, krabbeln, rumrutschen, klettern - all das eben, was eine glückliche Kindheit ausmacht. 

Und weil ich Kinderhosen flicken scheußlich finde, habe ich angefangen, selber welche zu nähen - mit Lederflicken auf den Knien! Die erste Hose hat der Monimonsieur über ein Jahr getragen: er hat in dieser Zeit gelernt, auf die Toilette zu gehen, da war das Bündchen einfach megapraktisch. Die Hose ist gut zwei Größen mit gewachsen und hat diverse Laufrad-Stunts überlebt. Freundinnen und Nachbarinnen sind inzwischen auch mit so einer Hose beglückt worden (bzw. natürlich eher deren Kinder). Ich habe viel rumprobiert am Schnitt und mit den Materialien. Auch das Waschverhalten wurde ausgiebig getestet (unfreiwillige Trocknertrocknung - lieber nicht nochmal!).





Und jetzt: gibt es sie - die perfekte Spiel-Mitwachs-Rumpelhose!

Und damit nicht nur Freunde und Familie was davon haben, könnt Ihr dieses und andere Beinkleider aus dem Hause Re:BeLLe nun käuflich erwerben: entweder ganz analog im Känschterle oder hier über den Blog. Schreibt mich einfach an, ich habe einen riesen Vorrat hier. Und, was noch besser ist, ich schneidere Euch auch gern Eure ganz persönliche Kinderhose aus eurer alten Lieblingshose!



Mittwoch, 18. November 2015

Känschterle: Eröffnung 19.11.2015, 10Uhr

Huuuurraaaaaa, es geht aufwärts. Deswegen: 

Eröffnung meiner Pop-Up-Fachvermietung morgen ab 10Uhr



Dienstag, 17. November 2015

Känschterle: Eröffnung verschoben

Gestern noch voller Vorfreude aufgebaut und heute liege ich mit einem Magen-Darm-Virus flach... Die Eröffnung des Känschterle muss sich also leider verschieben :-(

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Samstag, 31. Oktober 2015

Pop-Up Fachvermietung

Es war still hier - einerseits habe ich viel Energie in mein Engagement für Flüchtlinge gesteckt, andererseits habe ich mich damit beschäftigt, mir einen Traum zu erfüllen. Das hat mich erst viel Zeit zum Überlegen gekostet und nun ganz viel Energie beim Organisieren. Aber. es fühlt sich toll an und jetzt, tadaaa, darf´s raus:

vom 17. November 2015 bis zum 15. März 2016 betreibe ich einen Pop-Up Store mit Fachvermietung in der wunderschönen und atmosphärischen Fußgängerzone von Staufen/ Breisgau!




Känschterle ist alemannisch und bezeichnet ein kleines (Küchen-) Schränkchen mit Fächern. So ein Schränkchen werdet Ihr in meinem Laden auch finden - dazu Weinkisten voller Herzensdinge, einen Büchertisch und eine kleine Kaffeebar. 

Neben meinen genähten Kinderhosen und Damenröcken gibt´s noch herziges Anderes: Schmuck, Seifen, Upgecyceltes, Getöpfertes und Hölzernes - ab dem 17. November stelle ich Euch hier gern meine Mitstreiter vor.

Und wenn Du selbst bei mir ein Fach mieten und Deine selber gemachten Produkte verkaufen möchtest, dann sprich mich gern an!

Für mehr Informationen geht doch auch mal zur Kreativbühne - die wunderbare Anasatcia hat dort alle Fachvermietungen gesammelt. 

Dienstag, 6. Oktober 2015

Freunde - oder was sich alles so zeigt in dieser besonderen Zeit

Ich habe es getan! Ich habe mich entfreunded! Lang hab ich überlegt, ob ich das tun soll, aber mal ehrlich: Freunde begegnen sich auf Augenhöhe und beleidigen sich nicht - auch nicht auf facebook. 








Seid ich mich für Geflüchtete engagiere, kann ich immer öfter auch nicht die Klappe halten, wenn irgendwer meint, auf der "Ich bin ja kein Nazi, aber.."-Schiene mit den immer gleichen Argumenten gegen die Menschen, die hier ankommen zu hetzen. Ich kann und will nicht die Klappe halten - das ist schon mal schief gegangen. Auch deswegen ist mir das Entfreunden schwer gefallen, weil eigentlich möchte ich mich gegen das dumme Gewäsch stellen, was im Netz kursiert. Aber es geht mir auch gegen den Strich, mich als dumm und hinterwäldlerisch hinstellen zu lassen, bloß weil ich (dem "Frauenbild dieser Leute entsprechend") am Herd stehe und mit Geflüchteten koche

So ist das wohl: ich habe so viele unglaubliche Menschen kennen gelernt, die meine Ansicht teilen, die mich motivieren und mit mir über ihre und meine Ängste sprechen. Da brauch ich Dich einen Ex-Freund nicht. Es tut mir leid, um die Zeit, die wir mal miteinander geteilt haben und ich bin froh darum, diesen Schritt getan zu haben. Dein braunes Gekrauche höre ich mir nicht länger an. Meiner Einladung zum Gespräch bist Du nicht gefolgt, hast immer nur wieder Deine armseligen Behauptungen wiederholt. Tschüss, alter ich-bin-ja-kein-Nazi-aber-Freund. Vielleicht auf bald, wenn wir uns wieder auf Augenhöhe begegnen können.


Ich verblogge diese Erfahrung auch, weil ich Teil der Blogger für Flüchtlinge bin: wir sind erst am Anfang, wir sind viele und wir halten nicht die Klappe!