Dienstag, 8. Oktober 2013

Kein Hokuspokus: Kaffeesatzhocker

Bild: Markus
149 Liter Kaffee trinkt ein Europäer im Jahr (by the way: aktuell sind nur 4% davon aus nachhaltigem Anbau, da haben wir auf jeden Fall noch Nachholbedarf!). Wer keinen eigenen Kompost hat oder hauptberuflich Wahrsager ist, für den habe ich eine tolle Idee bei Markus gefunden: ein Hocker aus Kaffeesatz. Nach der ersten Euphorie über so eine geniale Idee und das ansprechende Design kamen die Fragen: wie hält das denn? Und färbt das nicht ab? Oder bröselt irgendwann? Ich habe mit Markus gesprochen und er hat mir versichert, dass der Hocker jeden Praxistest überstanden hat - und dass der Kaffee nach dem Trocknen mit Leim verpresst wurde, um stabil zu werden. AHA! Wie kommt man denn bitte auf so eine Idee? Zuviel Kaffee getrunken, lieber Markus? Ich bin auf jeden Fall weiterhin begeistert, vor allem ob der ansprechenden Oberfläche, die mich ein wenig an Leder erinnert. Und bin gespannt auf noch mehr Kaffeesatzprojekte, die Markus noch in Petto hat - aber davon dann aktuell mehr!

Montag, 7. Oktober 2013

Die Bahn macht nicht nur mobil sondern auch Upcycling

Ich fahre gerne mit der Bahn (und kann Leute, die wegen der Verspätungen meckern, oft nicht verstehen: klar ist es blöd, zu spät zu kommen, aber wer kommt mit dem Auto schon pünktlich angesichts von Megastaus, Baustellen und Falschfahrern?). Und wenn ich alleine fahre, habe ich Zeit! Zeit zum Lesen, Dösen, Tagträumen. Auf der Fahrt zum Heldenmarkt hab ich in der aktuellen Ausgabe der mobil geblättert und mich über diverse Re- und Upcyclinghinweise gefreut. Am witzigsten fand ich die Anleitung zum Basteln einer Geldbörse aus Tetrapacks - hatte ich ja kurz vorher auch schon bei Beatrice von Fraktali am Stand gesehen. Man kann sich darüber streiten, wie nachhaltig die Bahn wirklich ist (Ökostrominitiative hin oder her, der Güterverkehr fährt immer noch mit Strom aus Kohle und Gas!), aber wenn schon so große Unternehmen wie die Deutsche Bahn solche Tipps geben, dann bin ich guter Dinge!

Sonntag, 6. Oktober 2013

Heldenmarkt

Heldenmarkt in Frankfurt - wer also heute noch nichts vorhat und dem Regenwetter entfliehen will, dem sei diese Messe für nachhaltigen Konsum empfohlen. Neben vielen tollen Ausstellern im Bereich ökologischer und fairer Produkte gibt es auch ein paar Up- und Recycler wie Beatrice von Fraktali, an deren Stand der geneigte Besucher sich schnell ein kleines Täschchen aus Tetrapack selber basteln konnte (siehe Bild). Außerdem die Designer von MILCH aus Wien, die Upcycling-Fashion entwerfen oder Martina von MamaAfrika, die Produkte aus verschiedenen Afrikaprojekten anbietet und noch einige andere. Re- und Upcycling ist und bleibt spannend und vielfältig!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Upcycling - Wirtschaften nach dem Vorbild der Natur


Gunter Pauli war in den 90er-Jahren einer der ersten, der den Begriff Upcycling benutzte. In seinem Buch "Upcycling - Wirtschaften nach dem Vorbild der Natur für mehr Arbeitsplätze und eine sauberere Umwelt" beschreibt er anhand mehrerer Beispiel, wie es möglich ist, Abfall schon bei der Produktion eines Gutes zu vermeiden - in dem nämlich alle Bestandteile einer Ressource genutzt werden. Dieses Prinzip finden wir in der Natur wieder: auch hier gibt es keinen "Abfall" wie wir ihn kennen. Wenn etwas abfällt, ist es dann die Nahrung eines anderen Lebewesens oder die Grundlage für einen anderen Prozess. Die Natur kennt keine Müllberge. Eine der zutreffendsten Aussagen: wir produzieren etwas, weil wir es brauchen. Aber wer braucht schon Dioxine, Atommüll oder Schwermetalle? 
Ich habe das Buch übrigens bei rebuy.de gekauft - einer Plattform für gebrauchte Bücher, Musik oder Filme.... das ist auch Upcycling!

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Kleine Upcycling-Fingerübung

Na, mal wieder die Korken knallen lassen (apropo Korken....)? Kleine Fingerübung für alle Champagner-Liebhaber: Verschluss aufdröseln und zu einem kleinen Stuhl biegen. Macht Spass, in großer Runde und mit Schwips noch viel mehr und Eure Kinder haben auch noch was davon ;-)
Beim Durchstöbern dieses Internets bin ich gerade noch bei Jans Schwester auf ganz ähnliche Stühe gestoßen - da sind einige sehr schöne Exemplare bei!







Dienstag, 1. Oktober 2013

Plastiktüten aller Länder, vereinigt Euch! (oder: 23 Jahre deutsche Einheit)

Gewünscht war: eine Leuchte. Nicht zu groß, nicht zu klein. Ins Badezimmer sollte sie passen und nicht zu klobig wirken. Und natürlich upgecycelt. Die Idee: Plastiktüten vom Gemüseeinkauf und von Umverpackungen bilden den "Schirm", die Fassung ist gebraucht und die Deckenvorrichtung ein Deckel einer Sprühflasche. Einzig Leuchtmittel, Kabel und die Fassungsringe sind neu. Das Ergebnis: eine schwebende Wolke, leicht und luftig und dazu wunderbar lichtdurchlässig.