Mittwoch, 15. Januar 2014

Teile, was Dein Zeug hält

Bild: pimpipumpe.ch
Ko-Konsum! Nein, ich stottere nicht! Abgeleitet aus dem englischen Collaboartive Consumption ist dieses Wort und es bedeutet: teile Deine Güter. Jeder von uns braucht mal eine Bohrmaschine oder ein Zelt oder ein Auto. Mal! In der allermeisten Zeit liegen diese Dinge aber ungenutzt im Keller oder in der Abstellkammer. Schon länger gibt es Carsharingplattformen und Bettenbörsen, auf denen es spezifisch um ein Gut geht, was man teilen kann. Die Nutzer finden sich im Netz zusammen - und sind nicht selten Nachbarn! Und die kann man doch auch noch einfacher zusammen bringen, dachten sich das Meteorcollectif aus Bern und entwarf richtig schöne Sticker, die man sich an den Briefkasten pinnen kann. So kann jeder Nachbar sehen, was es in diesem Haushalt zu leihen gibt und einfach klingeln. Denn das fördert einen weiteren, wichtigen Aspekt des Ko-Konsums: Gemeinschaft! Singelhaushalte in Großstädten, die Wirtschaftskrise immer im Nacken, Vereinzelung und ein gewachsenes Bewußtsein für unsere Umwelt sind wichtige Motoren dieser Form der gemeinschaftlichen Nutzung von Dingen. Denn: was man nicht selbst besitzt muss man 1. nicht selbst bezahlt haben - ich brauche also weniger Geld ausgeben. Vielleicht führt das ja mal dazu, dass wir auch nicht mehr soviel arbeiten müssen und unsere Zeit wieder mehr mit den schönen Dingen und mit den (neuen) Freunden verbringen können? Zweitens heißt das aber auch: was ich nicht besitze, brauch ich auch nicht wegschmeißen! Es entsteht weniger Müll. Und dieser Umstand macht den Ko-Konsum für uns alle zu einem wichtigen Thema. 
Ich verstehe mich mit unserer Nachbarschaft eh ziemlich gut, wir haben uns sogar zusammen mit einigen Nachbarn einen Grill und Gartenmöbel angeschafft, da wir eh meistens zusammen draußen sitzen. Für den Rest hab ich mir aber jetzt mal ein paar der Sticker bestellt, denn ich finde die Idee richtig genial -und zu Recht ausgezeichnet mit dem Bundespreis ecodesign 2013!

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