Freitag, 20. Februar 2015

Vermeidung statt Upcycling +++ Müll ist auch keine Lösung +++

Als ich den Blog hier gestartet habe, war ich gefesselt von den Möglichkeiten, die Upcycling bietet: Wiederverwertung von Altem und Liebgewonnenem, Zuführung von Dingen in einen neuen Lebenskreislauf, Umnutzung von Gegenständen und Kreieren neuer Klamotten aus Altkleidern, Vermeidung von Müll, .... 

Mooooment: Vermeidung von Müll? 

Ach so, darum geht es ja EIGENTLICH! Je länger ich mich mit dem Thema Upcycling beschäftige, desto tiefer gehen auch meine Gedanken über Lebenskreisläufe und Ressourcenschonung. Es kristallisiert sich heraus, dass Upcycling die Spitze des Eisbergs ist, den Anfang muss jeder bei der Vermeidung von Müll machen. Upcycling ist das Sahnehäubchen, die dicke Torte, die Königsdisziplin quasi, ist es, Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Und so ist das letzte Jahr vergangen mit Überlegungen zur Müllvermeidung: es fing an mit Taschen aus alten T-Shirts, die sich herrlich zum Obst- und Gemüsekauf eignen, ging weiter mit Gedanken, wie sich denn auch beim Kochen Müll vermeiden lässt (dieses Thema hat sich das ganze Jahr über vertieft...), dazu gab´s Ideen zu Ko-Konsum (Kleidertausch oder Tauschregale) und zu kompletter Konsumverweigerung

Für mich sind inzwischen viele Handgriffe zur Müllvermeidung in Fleisch und Blut übergegangen: der Griff zur Stofftasche oder zum Thermobecher, wenn ich einkaufen fahre, plastikfreier Einkauf, die Frage im Freundeskreis, ob jemand noch eine Comuptermaus hat, weil meine kaputt gegangen ist, das Teilen von Gegenständen wie Waffeleisen oder Bohrmaschine. Viel habe ich auf anderen Blogs gelesen - eine Quelle ewiger Inspiration und Ermutigung.


In der kommenden Zeit möchte ich diese Tipps an Euch weiter geben - was für mich selbstverständlich ist, kann für andere ja neu und inspirierend sein. Deswegen rufe ich die Aktion: "Müll ist auch keine Lösung" ins Leben, jeden Monat zu einem anderen Thema. Den Anfang macht der Kaffee - morgen. Jetzt mach ich mir erst mal einen - fühlt sich gut an, diesen Post geschrieben zu haben und aktiv zu werden.




Am Ende des Monats gibt es dann hier eine Linkparty - Thema: Müllvermeidung beim Kaffeekonsum. Ich freu mich, wenn Ihr auf euren Blogs Ideen sammelt und dann hier kräftig verlinkt, so dass wir richtig viele gute Tipps zusammen bekommen.

Das Thema für nächsten Monat heißt übrigens "Im Job"....

Kommentare:

  1. Liebe Anne,
    genau so ging´s mir auch: über Upcycling setzt man sich mehr und mehr mit der Müllproblematik auseinander. Was sonst (manchmal gedankenlos) "entsorgt" wurde, wird bewusst wahrgenommen. Und das ist auf jeden Fall der erste und richtige Schritt in Richtung Müllvermeidung.
    Liebe Grüße
    Christiane

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  2. Liebe Anne,
    vielleicht ist Upcycling ja ein wichtiger Schritt um die Müll Problematik zu erfassen. Und es ist ja schon motivierend, wenn man sieht, okay ich hab aus dem tatsächlich noch was machen können. Müllvermeidung ist ja eher ein langwieriges Anliegen mit vielen Höhen und Tiefen, da es einem im Alltag oft soooo unnötig schwer gemacht wird. In einem Supermarkt gibt es leider so wenige unverpackte Lebensmittel, aber auch am Markt wird gerne in Plastiksackerln eingepackt, wenn man es nicht schnell genug ablehnt.

    Liebe Grüße, Daniela

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  3. Freue mich schon deinen Kaffee! ;-)
    Die Upcycling-"Bewegung" (und das ist vielen gar nicht bewusst) kommt ja zu einem großen Teil aus den USA. Dort aber hat das Thema eine ganze andere Tragweite, weil die getrennte Müllsammlung inkl. Wiederverwertung vieler Rohstoffe noch längst nicht selbstvetständlich ist. Dort landet tatsächlich das meiste im Gesamtmüll. Bei uns ist es - neben der Königsdisziplin Müllvermeidung - aber oft sinnvoller, den Müll der Rohstoff-Wiederverwertung zuzuführen als aus "Müll" Dinge herzustellen, die nach Ablauf ihrer zweiten Lebenszeit gar nicht mehr in die gelben Säcke dürfen. Zu oft werden nämlich verschiedene Materialien mittels Heißkleber, Metallverbindungen u.a. untrennbar miteinander verbunden. Und dann ist das "Upcycling" in Wirklichkeit ein "Downcycling".

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    1. Hallo Antje, Du hast vollkommen recht - blinder Upcycling-Aktionismus, bloß, weil es gerade "hip" ist, macht keinen Sinn.
      Der amerikanische Upcycling-Gedanke umfasst übrigens noch viel mehr: Dinge in Lebenskreisläufen wieder verwenden - ganz nach dem Vorbild der Natur. Si hat es jedenfalls der Upcycling-"erfinder" gunter Pauli beschrieben und ich finde da smehr als einleuchtend. Denn in der Natur gibt es keinen "Müll" , das ist ein von Menschenhand gemachtes Problem.

      Herzliche Grüße,

      Anne

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  4. Liebe Anne,
    Du sprichst mir aus der Seele (mal wieder :-)). Ich konnt mich schon immer über die Kaffe-in-Alu-Kapsel Geschichte aufregen. Das geht mir gar nicht in den Kopf. Die Werbung mit George Cloony hat mich so aufgeregt, daßß ich da doch glatt meinen ersten Post verfassen musste. :-) "Kaffee mit Schorsch". http://shuu.de/suG .
    Und das schlimme daran ist, mit welcher Gedankenlosigkeit fast jeder den Alu-Kaffee kauft und trinkt. Und immer das Alu rein in den Hausmüll .... Als gäbe es ne zweite Welt, wenn die erste kaputt ist ....

    Deine Idee ist klasse, bin schon gespannt auf die Links

    Herzliche Grüße Ulli

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  5. Hallo Anne!

    Was für eine tolle Idee, da mache ich sehr gerne bei Dir mit!

    Nur die Sache mit dem Kaffee - da kann ich gar nichts beitragen weil ich einfach keinen Kaffee trinke. Könnte man natürlich sagen, die perfekte Müllvermeidung aber leider für viele nicht praktikabel.

    lg
    Maria

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  6. Liebe Anne,

    finde ich eine gute Idee, deine Vermeidungs-Reihe. Und Kapseln finde ich auch ein absolutes No-Go!
    Ich probiere mich gerade durch die Bio-Fairtrade-Kaffees, weil ich beim Kaffeegenuss neben der Müllvermeidung auch Wert darauf lege, dass bei der Kaffeeernte und -verarbeitung niemand ausgebeutet wird, vor allem keine Kinder! Die Fairtrade-Kaffees sind ja meistens 250-g-weise abgepackt, was leider mehr Müll macht, als größere Einheiten, aber mir ist die ethische Komponente in dem Fall auch wichtig!
    GLG Biggi

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    1. Absolut! Das ist wie immer eine Sache, die abgewägt werden will. ich kriege Bio-Fairtrade-Kaffee aus unserer Partnergemeinde, da weiß ich direkt, dass das Geld ankommt.

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