Dienstag, 31. März 2015

Regional vs vegan - was ist nachhaltiger?

Bei uns gibt´s morgens Müsli. Ich bevorzuge Milch, der Papatän nimmt lieber Joghurt. Ich habe mich dabei durch eine ganze Reihe von Milchalternativen getrunken - und habe nichts gefunden, was geschmacklich an Kuhmilch herankommt. Grundsätzlich sei hier gesagt, dass ich gerne Milch trinke und definitiv nicht vegan lebe(n mag). Ich halte es aber aus ökologischen Gründen für sinnvoll, den tierischen Anteil in meiner Nahrung zu reduzieren bzw. wenn Alternativen vorhanden sind, zu ersetzen. So mache ich Sahnesaucen oder Gratins zum Beispiel nur noch mit Dinkel- oder Hafermilch: schmeckt fein und ist tierfrei. 
Aber zurück zum Thema: ich stoße an meine Grenzen, wenn ich entscheiden soll, was denn die sinnvoller Alternative (aus ökologischer Sicht) ist, wenn es um Joghurt geht. Denn: wir haben einen regionalen Milchanbieter, der Biomilch zu Joghurt verarbeitet: Transportwege sind also kurz. Verpackt ist der Joghurt in Pfandgläsern, als auch gut. Aber: pupsende Kühe und hoher Futtermittelverbrauch sind natürlich ein Nachteil. Dagegen stelle ich jetzt mal einen Sojajoghurt, verpackt in Plastik und Pappe. Die Sojabohnen stammen laut Hersteller von Feldern in "Frankreich, Italien, China und Kanada" - also nicht so ganz um die Ecke. Jetzt frage ich Euch: was ist WIRKLICH nachhaltiger? Bio und regional, dafür tierisch oder bio und tierfrei?
Lasst die Spiele beginnen!

Kommentare:

  1. Tja, das ist eine Frage, die ich mir auch oft stelle, da bin ich auf die Antworten echt gespannt. Genauso geht es mir mit Bio in Plastik verpackt oder nicht Bio ohne Plastik, es ist irgendwie immer was....

    LG von der Maus

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  2. Tja.. ich hab leider wenig Alternative da ich auf jeden Fall den Sojaghurt wählen würde. Jedoch versuche ich noch immer mein Glück irgendwann einen Sojaghurt zu finden den ich wirklich im Joghurtbereiter selbst machen kann... ich gebe nicht auf...dann gibts meinen Sojaghurt auch im Glas :-) LG

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    1. Schau doch mal hier: http://vonkarin.blog.de/2015/03/14/sojajoghurt-selbstgemacht-20184884/
      GLG Biggi

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  3. Du stellst aber auch schwierige Fragen! ;-)
    Mir geht es auch so, dass ich auf den Geschmack von Milchprodukten, insbesondere Joghurt (noch) nicht verzichten will, die Alternativen sind mir alle zu süßlich. Von den Inhaltsstoffen bei veganen Nicht-Bio-Produkten ganz zu schweigen. Wobei mir bei dem Gedanken, dass jetzt jeder so viel Milch produzieren darf wie er will, die Kühe noch mehr leid tun als sowieso schon, so dass ich früher oder später wohl doch umstellen werde auf vegan. So wie du's machst, das ist auf jeden Fall ein guter Weg, das werde ich auch mal versuchen, wenigstens zum Kochen vegane Alternativen zu verwenden.
    Ja und Gläschen sind mir auf jeden Fall auch sympathischer als Plastikbehälter. Allerdings habe ich mal gelesen, dass die Reinigung der Glasbehälter für Milchprodukte energieaufwändiger ist als Plastik zu recyceln oder zu verbrennen. Ich denke Selbermachen ist sicher eine gute Alternative.
    GLG Biggi

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  4. Ich bin in dem Fall für regional im Glas. Für mich ist Plastik noch immer ein nogo wenn ich eine Alternative habe.

    lg
    Maria

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  5. Hey,

    dass ist mal eine knifflige Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Beide Seiten haben Pro- und Kontraseiten. Ich persönlich würde eher auf die regionale Variante bevorzugen. Ich kenne einen Biobauer in der Umgebung, bei dem ich meine Milch- und Gemüseprodukte kaufe. Natürlich sind die Lebensmittel nicht in Plastik verpackt, sondern in Glasflaschen bzw. direkt in dem Geschirr, dass ich mitbringe. Ich halte diese Variante für die bessere, da ich selber Einblick in die Lebensbedingungen der Tiere und die Produktionsweise bekomme. Bei Lebensmittel aus dem Supermarkt muss ich mich auf das Urteil anderer Unternehmen verlassen.
    LG Julia

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  6. Oh sehr spannendes Thema!

    Und wahrscheinlich lässt sich das Dank Globalisierung immer weniger beantworten.

    Ich kaufe - wenn möglich - auch immer lieber im Ein- oder Mehrweg-Glas als in Plastik. Weil da ja nicht nur der Umweltaspekt eine Rolle spielt sondern auch die eigene Gesundheit. Glas gibt keinerlei Stoffe an den Inhalt ab. Plastik unter Umständen schon. Das zu Wissen finde ich mittlerweile schon sehr gruselig.

    Was die Milch-Alternativen angeht, ergeht es mir ähnlich wie dir/euch. Direkt im Kaffee schmeckt mir nichts. Bechamelsoße o.ä. mache ich mittlerweile aber mit Dinkel-, Reis- oder Hafer-Cuisine.

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