Freitag, 25. April 2014

Was kann ich schon tun?

"Ich bin doch nur ein Einzelner, ich kann doch die Welt nicht verändern!" SO EIN QUATSCH! Fang bei Dir an und sag es weiter. Fang klein an und mach jeden Tag einen Schritt. Die Klimaziele sind zu erreichen, wenn jährlich 0,6% des Bruttoprodukts eingesetzt werden, um erneuerbare Energien zu fördern, den CO²-Ausstoß zu reduzieren, Müll zu vermeiden oder zu recyceln, die Meere sauber zu halten, ... Das ist doch machbar!

Und was jeder Einzelne tun kann, hat Gudrun von naturwelt.org ganz schön beschreiben. Ich hab mir ihren Post durchgelesen und möchte mal wieder geben, was auf unsere To-Do-Liste schon alles in Bearbeitung ist:

1.) Stromanbieter wechseln: check! Unser Anbieter arbeitet mit Wasserkraft aus dem naheliegenden Rhein (regional und ökologisch)
2.) Geldinstitut wechseln: check! Nach Berichten über Banken, die auf Lebensmittel spekulieren, sind wir zu einer ethisch korrekten und sozial fairen Bank gewechselt und lassen unser Geld jetzt da arbeiten.
3.) Auto wechseln: wir fahren einen Gebrauchtwagen mit Dieselmotor und Feinstaubplakette. Wechseln kommt erst in Frage, wenn unsere Kiki den Geist aufgibt, alles andere finde ich Quatsch: warum soll ich mir ein neues Auto kaufen, wenn meins noch gut ist und fährt? Viel lieber reduziere ich das Autofahren auf ein Minimum und nehme das Rad oder die Bahn.
4.) Strom sparen: check! Neugeräte werden immer so angeschafft, dass sie so wenig Strom wie möglich verbrauchen. Bei uns läuft nix auf Stand-By und Licht und Heizung haben wir nur da an, wo wir es wirklich brauchen.
5.) Papier sparen: uiii, also, ich geb es zu, auf meine Zeitung morgens verzichte ich ungern - mit einem mobilen Endgerät am Frühstückstisch, das gefällt mir nicht (guckt dazu mal dieses lustige Video...)  Ich möchte was ausreißen können oder ankreuzen und umblättern und das Gefühl von Papier zwischen den Fingern. Die Zeitung wird aber an die Nachbarn noch weiter gegeben oder Blumentöpfe draus gemacht und mindestens im Altpapier gesammelt!
6.) Plastik sparen: groooßes Thema gerade bei uns! Plastiktüten gibt´s nicht mehr, Plastikflaschen auch nicht (und wenn mal eine anfällt, dann brauch ich sie hierfür...). Auch bei sonstigen Neuanschaffungen vermeide ich Plastik: Lunchboxen aus Metall, Rührschüsseln und Siebe aus Metall, Geschirr aus Porzellan, Bambus oder Glas, Zahnputzbecher aus Glas, ... Guckt doch einfach mal in Eurem Haushalt rum, was man alles richtig gut durch was anderes ersetzen kann.
7.) wenig/ gar kein Fleisch essen: check! Nur manchmal, beim Grillen... und es gibt sooo viele leckere vegetarische oder vegane Gerichte!
8.) keinen Fisch mehr essen: auch da kann ich nicht ganz ohne, aber wir haben drastisch reduziert - nicht nur wegen der Überfischung sondern auch wegen der Schadstoffe, die Fische durch das verschmutzte Meerwasser aufnehmen und dann an uns abgeben.... brrrr...
9.) Kaufverhalten ändern, regional und saisonal kaufen, bio oder fair trade bevorzugen: check!
10.) Grün leben:
- mehr Rad / ÖVNP fahren: check! Wir haben uns ein Pedelec zugelegt und ein Auto verkauft.
- Bäume schützen, Bäume pflanzen: hab in Israel schon mal einen Baum gepflanzt und die Patenschaft übernommen. Hier achte ich eher darauf, nur FSC-zertifiziertes Holz zu kaufen.
- Biotope anlegen: wird ein Projekt für den Kindergarten für die Schule werden. Bis dahin pflanze ich Bienenschmaus und sammle Samen für Seedbombs.
- Hobbyimker werden: tatsächlich finde ich den Gedanken immer interessanter, zumal nach den ganzen Berichten über Bienensterben durch die Pestizide. Ein Freund von mir hat sich die ersten Stöcke in Köln auf verschiedenen Dächern installiert, ich habe die Idee, meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen, Schwärme zu kaufen und auf dem Firmengelände zu beherbergen.
- Nisthilfen anbringen: ein Wildbienenhotel steht auf meiner richtig echten To-Do-Liste!
11.) Naturschutzorga unterstützen oder Fördermitglied werden: bin schon lange am überlegen, was das beste wär. Bis jetzt unterstütze ich Oxfam mit meiner Spende für Wasser für alle.
12.) Recycling:
- Papier und Altglas sammeln: check! (versteht sich von selbst!)
- secondhand einkaufen: check! Kinderklamotten eh, ansonsten Kleiderkreisel oder private Tauschparties.
- auf Flohmärkten kaufen: check. Oder bei der Abfallwirtschaft oder auf dem Sperrmüll suchen oder im Fairen Kaufhaus oder bei Tauschbörsen...
- containern: hab ich mich noch nicht rangetraut, finde ich aber ein meegaspannends Thema!
- Klamotten auftragen: check! Ich bin schon lange nicht mehr in dem Konsumwahn, dass ich immer was Neues brauche. Wenn ich mir jetzt was neues zulege, weil was altes kaputt ist, dann achte ich auf Biokleidung, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurde.
- Möbel und Gebrauchsgegenstände aus Altem designen: na klar! Deswegen sind wir doch hier!!!! :-)

Für mich noch ein wichtiger Aspekt: teilen! Carsharing, foodsharing oder pumpipumpe: alles, was nur einmal gekauft wird, verbraucht weniger Energie bei der Herstellung und vermeidet Müll. Und es ist so genial kommunikativ, sich mit den Nachbarn aus zu tauschen....

Mich interessiert: was steht auf Eurer persönlichen To-Do-Liste?

Kommentare:

  1. Ja klar, jeder kann tun, was in seinen Kräften steht und was zu ihm passt..., und dennoch ein so reiches Leben führen... Zu jedem deiner Punkte könnte ich Ähnliches beschreiben, dieses Jahr mache ich einen besonderen Test (der mir als Shoppingcenter-Phobikerin und Konsum(wahn)-Kritikerin dann überhaupt nicht schwer fällt...): Ich mache mit bei "Ein Jahr ohne Zeug". Und beruflich unterrichte ich u. a. werdende Erzieher/innen, zum Thema Naturbeziehung und Nachhaltigkeit ;-). Lieben Gruß aus einem wilden Garten am Morgen Ghislana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du hast meine Unterstützung aus vollstem Herzen: bei den Kindern müssen wir anfangen!!!

      Löschen
  2. Ich halte es da mit 2 Aussagen, die ich klasse finde:
    Sei Du die Veränderung, die Du Dir für die Welt wünscht (M. Ghandi)
    Wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, kommt Großes dabei raus (unbekannt)

    Meine To-Do Liste hat dieses Jahr erst mal vorrangig mit Konsumruhe zu tun. So wenig wir möglich kaufen, ich tausche und leihe, suche nach Alternativen für Kunststoff, entdecke hier bei uns die Diakonieläden, re-und upcycling sind immer ein Thema, halt meinen Weg finden ist ganz oben auf der Liste, Deine finde ich sehr spannend.
    LG von der Maus

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Anne!

    Heute überschwemmst Du uns ja geradezu mit vielen tollen Ideen und Anregungen, noch einmal genauer hinzuschauen. Danke! Beim Autofahren muss ich mich immer wieder mal selbst an der Nase nehmen, da bin ich schon ein bisschen faul.

    lg
    Maria

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Maria,

      dafür bist du uns allen bei anderen Dingen um Längen voraus :-) Du weißt doch: viele kleine Schritte.....

      Löschen
  4. Oh Anne, das ist eine wunderbare Liste. Vor allem, weil es so viele "Baustellen" gibt, die mich sehr interessieren. Sehr lohnenswert, sich darüber Gedanken zu machen!!! Danke für die Anregungen! lg trix

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Trix,

      danke! Die Inspiration kam wie gesagt von Gudrun, ich fand´s einfach nur spannend, mich damit mal wirklich aus einander zu setzen....

      herzliche Grüße, anne

      Löschen
  5. inspirierender post, da werde ich drüber nachdenken und das mal systematisch aufarbeiten. womöglich möchte ich den post auf meinen blog rebloggen oder zitieren. geht das? ---das habe ich noch nie gemacht---
    sonnige grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Klar darfst Du zitieren oder rebloggen - und danke für das Lob :-)

      Löschen
  6. Anspruchsvolle Liste, Respekt und ich wünsche Durchhaltevermögen und reichlich Iden.
    Alles beginnt mit einem kleinen Schritt in die richtige Richtung.
    Ich achte auf die Vermeidung von Plastik, bin aber nicht so streng wenn die Dinge schon im Umlauf waren und nicht mit Lebensmittel in Berührung kommen. Textilien habe ich gerne poly-frei.
    Auf meinem Blog gibt es als Denkanstoß die Aktion "Nix Plastix", die ich nach Ablauf vielleicht noch mal erneuere, denn das Thema braucht Zeit.
    Eine Marotte von mir ist es, Papierrückseiten zu verwenden, das ist mir als DDR-Kind im Unterbewusstsein und den Gewohnheiten eingebrannt. Werbepost, Softwareanleitungen, Designmuster, Prospektdrucke ... mal ehrlich, wie lange brauchen wir von uns erzeugte Drucke?: meistens bis etwas erledigt ist ...
    (Drucke mit persönlichen Daten sind hier ausgenommen)
    LG Ute

    AntwortenLöschen